Ordination Dr. Kaltenbrunner - Symptome Herzrhythmusstörungen
 
Herz im Zentrum
 

Mögliche Symptome von Rhythmusstörungen

Rhythmusstörungen können auch ganz ohne Beschwerden bestehen und werden dann zufällig durch die ärztliche Untersuchung oder bei Selbstmessung des Blutdrucks oder von einem Mitmenschen durch näheren Kontakt festgestellt!

Herzrhythmusstörungen sind sehr häufig und sehr verschieden in ihrer Bedeutung. Alle möglichen Beschwerden können allein oder gemeinsam mit anderen Beschwerden bestehen. Art der Beschwerden und Beschwerdefreiheit sagen nichts oder nicht viel über die Gefährlichkeit einer Rhythmusstörung aus.

  • PALPITATION/EN (= Herzstolpern): In diesem Fall werden die Rhythmusstörungen als Problem der Abfolge der Herzschläge gespürt. Zum Beispiel als einzelnes oder beständiges Herzstolpern oder kurzfristiges Aussetzen des Herzschlages mit nachfolgendem „Kanonenschlag“, oder als kurzfristiges oder anhaltendes Herzrasen, das als schneller regelmäßiger oder unregelmäßiger Herzschlag empfunden werden kann.

Oft jedoch sind die von Rhythmusstörungen verursachten Beschwerden nicht so eindeutig:

  • SYNKOPE/N (= Sekunden dauernder kompletter Bewusstseinsverlust durch Minderdurchblutung des Gehirns ohne Erinnerung an das Geschehen und mit /ohne Verletzung und mit/ohne Krampfanfall): Eine unfallchirurgische Behandlung kann notwendig sein. Synkopen sind dann besonders hinweisend auf eine ursächliche Herzrhythmusstörung, wenn davor oder danach Herzstolpern empfunden wurde oder Rhythmusstörungen schon aus der Vorgeschichte bekannt sind. Meistens besteht die Rhythmusstörung nach der Synkope nicht mehr, sodass das nachfolgende EKG oft keinen Hinweis mehr auf die Synkopenursache zeigt. Trotzdem kann das nachfolgende EKG – manchmal sogar eindeutig – hinweisend auf die rhythmogene Ursache der Synkope sein.
  • PRÄSYNKOPE/N (= Sekunden dauernder Zustand nahe einer kompletten Bewusstlosigkeit durch Minderdurchblutung des Gehirns): Der/Die Betroffene bleibt kontaktierbar und reagiert mit eingetrübtem Bewusstsein und kann sich meistens – mindestens in Bruchstücken – an das Geschehen erinnern und diese bruchstückhafte Erinnerung nachfolgend wiedergeben. Diese Zustände können zum Beispiel auch als vorübergehender Ausfall des Sehens, des Hörens oder der Sprache, oder als episodische Desorientiertheit empfunden werden. Im Übrigen gilt, was für Synkopen gilt.
  • DYSPNOE (Atemnot): diese Beschwerde ist besonders dann hinweisend auf eine zugrunde liegende Rhythmusstörung, wenn sie in Episoden oder episodischen Verschlechterungen und Besserungen auftritt, und wenn gleichzeitig Herzstolpern gespürt wird. Das gilt auch für andere – nicht primär auf Rhythmusstörungen hinweisende Beschwerden, die bei Rhythmusstörungen möglich sind:
  • ANGINA PECTORIS (= drückende oder andersartige Schmerzen/Beklemmungen in der Brust - s.g. „Brustenge“ - oder im Rücken mit /ohne Ausstrahlungen in Schultern, Arme und/oder Unterkiefer).
  • SCHWINDELANFÄLLE, episodische oder andauernde vorzeitige ERMÜDBARKEIT.